China steht weiter in der Kritik, nicht genug im Kampf gegen die Klimakrise zu unternehmen. Die Volksrepublik ist nach wie vor der größte Verursacher von CO2-Emissionen. Doch auf das Land entfallen auch fast 40 Prozent der weltweiten Investitionen in saubere Energie.
Welche Länder sollten mehr investieren, um den Planeten zu retten? Das ist eine der großen Fragen, die diesen Monat auf der COP29, dem UN-Klimagipfel in Baku, gestellt werden. Am häufigsten genannt wird China, dem westliche Kreise vorwerfen, dass es zu wenig zu den Bemühungen beitrage, armen Ländern bei der Bewältigung des Klimawandels zu helfen. Seit fast zwei Jahrzehnten ist China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, der größte Emittent von Kohlendioxid.
Chinas Obrigkeit bestreitet dies und argumentiert, dass sich ihr Land noch in der Entwicklung befinde und dass es bisher für weniger Emissionen verantwortlich sei als Amerika und Europa. Ihr stärkstes Gegenargument ist jedoch, dass China bereits mehr als jedes andere Land für den ökologischen Wandel ausgebe. Es forciere weltweite Investitionen in saubere Energietechnologien, die dadurch auf der ganzen Welt in einem Tempo verbreitet würden, das noch vor einem Jahrzehnt unvorstellbar gewesen wäre.
In der Tat wird jede Stufe der Lieferkette für saubere Energie mit chinesischem Geld unterstützt. Zwischen 2018 und 2023 beliefen sich die weltweiten Investitionen in Raffinerien und Fabriken, in denen Rohstoffe in Windkraftanlagen, Elektrofahrzeuge und andere umweltfreundliche Technologien umgewandelt werden, laut dem Forschungsunternehmen „BloombergNEF“ auf 378 Milliarden US-Dollar. Fast 90 Prozent davon kamen aus China.
Dank dieser Investitionen produziert China weit mehr Ausrüstungen für saubere Energie als jedes andere Land. Seine Unternehmen stellen genügend Lithium-Ionen-Batterien her – die zum Antrieb von Elektrofahrzeugen verwendet werden –, um den gesamten weltweiten Bedarf zu decken. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur werden acht von zehn Solarmodulen weltweit in China hergestellt …
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