Die Nachfolgeorganisation der Caritas erhält weitere finanzielle Unterstützung. „Hëllef um Terrain“ kann damit seine Eigenmittel ausbauen, bis die ersten staatlichen Gelder fließen. Dennoch bleibt die finanzielle Lage des neuen Vereins intransparent.

Seit dem 1. Oktober ist „Hëllef um Terrain“ (HUT) mit den meisten Aufgaben betraut, die zuvor die Caritas im Auftrag des Luxemburger Staates übernommen hatte. Wie genau sich die Nachfolgeorganisation finanziert, ist hingegen immer noch unklar – zumindest für die Öffentlichkeit.

Bekannt ist bisher, dass zu den Gründungsmitgliedern von „Hëllef um Terrain“ (HUT) die „Fondation Félix Chomé“ und die „Fondation La Luxembourgeoise“ zählten. Beide Stiftungen hätten die nötige Anschubfinanzierung zur Verfügung gestellt, sagte der Präsident von HUT, Christian Billon, Anfang Oktober auf der ersten Pressekonferenz der neuen Vereinigung. Premierminister Luc Frieden (CSV) kündigte später im Parlament an, dass sich auch die „Fondation André Losch“ an der Finanzierung beteiligte.

Die Direktorin der Stiftung, Daniela Ragni, bestätigt das Engagement auf Nachfrage von Reporter.lu. Die Mittel seien anfangs für die Deckung der Betriebskosten eingeplant. Anschließend sollen in Absprache mit HUT Projekte zugunsten der Jugend in Luxemburg finanziert werden, betont die Direktorin der Fondation André Losch.

Unklare finanzielle Lage von HUT

Für HUT dürfte diese weitere Unterstützung eine Erleichterung sein. „Wir haben wirklich nicht viel Geld“, meinte Präsident Christian Billon Anfang Oktober. Die Höhe der Beiträge der Stiftungen Félix Chomé und La Luxembourgeoise sind nicht öffentlich bekannt.

Über seine Finanzmittel schweigt HUT generell. Aktuell könnten keine Presseanfragen beantwortet werden, hieß es auf eine Anfrage von Reporter.lu. Bereits zuvor sagte Christian Billon gegenüber „Radio 100,7“, HUT sei ein Unternehmen wie jedes andere und der Presse keine Rechenschaft schuldig.

Die Fondation André Losch ist dabei transparenter. Die Stiftung habe einen Beitrag von zwei Millionen Euro für HUT bewilligt, so die Direktorin auf Nachfrage von Reporter.lu. Diese Mittel würden in mehreren Tranchen und in Absprache mit der Hilfsorganisation ausgezahlt …