In Zusammenhang mit dem Veruntreuungsskandal bei der Caritas stellen sich nicht nur Fragen über die Verantwortung der Luxemburger Banken „Spuerkeess“ und „BGL BNP Paribas“. Auch die spanische „Banco Bilbao Vizcaya Argentaria“ (BBVA) spielt eine wichtige Rolle in der Affäre. Auf Nachfrage von Reporter.lu meldete sich die BBVA jetzt zu Wort. Am Dienstagabend hatte auch das „Tageblatt“ von einer ersten Reaktion der spanischen Bank berichtet.

Zur Erinnerung: Die BBVA war den derzeitigen Informationen zufolge die Bank, bei der die von der Caritas abgezweigten Gelder auf insgesamt 14 verschiedenen Konten eingingen. Wieso die Höhe der Transaktionen, die Dauer des Betrugs und die häufigen Überweisungen bei den Luxemburger Banken keinen Alarm auslösten, ist eine der viel diskutierten Fragen in dieser Affäre. Die Justiz ermittelt. Und neben der „Cellule de renseignement financier“ (CRF) und der „Commission de surveillance du secteur financier“ (CSSF) hat sich mittlerweile auch die Europäische Zentralbank (EZB) eingeschaltet, um zu analysieren, wie das passieren konnte.

Auf Nachfrage von Reporter.lu und der spanischen Online-Zeitung „Infolibre“ teilte ein Pressesprecher der BBVA nun mit: „Was den vermuteten internen Betrug bei der Stiftung Caritas Luxemburg und das Gewähren von Finanzierungen durch zwei Luxemburger Finanzinstitute angeht, so würden wir gerne darauf hinweisen, dass bereits bevor wir über diese Fakten informiert wurden, die BBVA restriktive Maßnahmen zu den betroffenen Konten ergriffen hatte“. Dies sei im Rahmen der Sicherheits- und Compliance-Protokolle der Bank geschehen …