Im „Centre Hospitalier du Nord“ (CHdN) werden bis auf Weiteres keine Kinder mehr entbunden. Das Ettelbrücker Krankenhaus schließt vorläufig seine Geburtsklinik, weil nicht genügend spezialisierte Kinderärzte zur Verfügung stehen, um den Betrieb gesetzeskonform zu gewährleisten. Dies hat der Verwaltungsrat so entschieden. Schwangere Frauen aus der Region werden nun von ihren Gynäkologen an die „Maternité“ des „Centre Hospitalier de Luxembourg“ (CHL) sowie an die „Clinique Bohler“ der „Hôpitaux Robert Schuman“ (HRS) überwiesen.

Das Krankenhausgesetz von 2018 sieht vor, dass in einer Geburtsklinik wie jener des Nordspitals, wo pro Jahr weniger als 1.500 Entbindungen stattfinden, drei Arten von Spezialisten rund um die Uhr und sieben Tage die Woche auf Abruf verfügbar sein müssen. Neben Gynäkologen und Anästhesisten sind dies speziell ausgebildete Kinderärzte, die sich im Notfall um das Neugeborene kümmern können, präzisiert das CHdN in einer Pressemitteilung.

Seit Jahren schon würden die zugelassenen Kinderärzte unterstreichen, dass sie diese Notfallbehandlung nicht gewährleisten können, so das CHdN …