Das Gelände des insolventen Stahlwerks „Liberty Steel“ in Düdelingen soll in Staatsbesitz übergehen: Dieses Vorhaben hatte die Regierung im Juli 2025 öffentlich gemacht, indem sie angekündigt hatte, dem Konkursverwalter ein Kaufangebot zu unterbreiten. Das Gelände sollte künftig auch für Zwecke im Bereich der Verteidigung genutzt werden, so der Plan. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage nennen die zuständigen Minister jetzt weitere Details.

Insgesamt 14,5 Millionen Euro hat die Luxemburger Regierung demnach für die Industriegebäude auf den beiden Arealen „ELO“ und „HDG“ sowie alle im HDG-Gebäude enthaltenen Anlagen geboten – ein Angebot, das denn auch vom Konkursverwalter „positiv bewertet“ worden sei, wie das Wirtschaftsministerium gegenüber dem „Luxemburger Wort“ erklärte. Die Offerte müsse jedoch noch zwischen den Parteien formalisiert und vom Insolvenzrichter endgültig bestätigt werden, so eine Sprecherin des Ministeriums.

Nach Abschluss dieser Verfahren und bei Erhalt aller erforderlichen Genehmigungen soll auf dem ELO-Areal ein sogenannter „Handwierkerhaff“ eingerichtet werden. Dafür soll das dortige Gebäude abgerissen und nach den Grundsätzen der Verdichtung von Aktivitätszonen wieder aufgebaut werden, wie aus der gemeinsamen Antwort von Wirtschaftsminister Lex Delles (DP), Verteidigungsministerin Yuriko Backes (DP) und Arbeitsminister Marc Spautz (CSV) auf die parlamentarische Anfrage der beiden Düdelinger LSAP-Abgeordneten Dan Biancalana und Mars Di Bartolomeo hervorgeht.

Das HDG-Gelände soll derweil, wie bereits im Sommer angekündigt, für wirtschaftliche Aktivitäten im Verteidigungsbereich genutzt werden, einschließlich der Schaffung eines „Defence Campus“ …