Die Luxemburger Unternehmer Gérard Lopez und Eric Lux müssen sich möglicherweise in naher Zukunft vor Gericht verantworten. Eine richterliche Ratskammer entschied zumindest nun in erster Instanz, dass Anklage wegen „Faux intellectuel“ gegen beide Geschäftsleute sowie zwei weitere Personen erhoben werden kann. Hintergrund ist eine Geldtransaktion zwischen dem Formel-1-Rennstall „Lotus“ und dem Fußballclub „CS Fola Esch“.

Der Fall geht zurück auf das Jahr 2014. Damals hatte „Radio 100,7“ berichtet, dass der Luxemburger Fußballverband FLF Informationen über eine verdächtige Geldspende an die Staatsanwaltschaft übermittelt habe. Bei der Transaktion, die den Finanzprüfern aufgefallen sei, soll der Lotus-Rennstall rund zwei Millionen Euro an den Escher Fußballverein Fola gespendet haben. Eric Lux und Gérard Lopez waren damals Investoren bei Lotus, Gérard Lopez zudem Mäzen der Fola.

Der Escher Fußballverein soll das Geld nach Erhalt an Gérard Lopez sowie an „Lynx Investments“, einer in Hongkong angesiedelten Gesellschaft von Eric Lux, überwiesen haben. Welche Gegenleistung es dafür gab, sei in beiden Fällen unklar …