Die Governance, das Arbeitsklima und mutmaßliches Mobbing an der Universität Luxemburg werden zeitnah Gegenstand von zwei externen Audits sein. Während die erste Untersuchung von der Universitätsleitung selbst in Auftrag gegeben wurde, geht die zweite auf die Ministerin für Forschung und Hochschule, Stéphanie Obertin (DP), zurück. Damit reagiert sie auch auf die Kritik der anderen Parteien im Parlament.

Als sich nämlich vergangene Woche der zuständige parlamentarische Ausschuss mit dem Thema befasste und dabei Unirektor Jens Kreisel ein externes Audit ankündigte, hatten mehrere Abgeordnete kritisiert, dass es einer von der Uni selbst definierten und in Auftrag gegebenen Untersuchung an der nötigen Unabhängigkeit mangele. Dabei kam die Kritik nicht nur vonseiten der Opposition, auch der DP-Koalitionspartner CSV, etwa in Person von Françoise Kemp, zeigte sich wenig überzeugt von dieser Vorgehensweise.

Am Montag gab das Hochschulministerium von Stéphanie Obertin jetzt bekannt, dass die Ministerin, nach Prüfung des von der Universität beschlossenen Lastenhefts für die externe Prüfung, beschlossen habe, eine eigene externe Prüfung der Governance der Uni durchführen zu lassen. Dieses Audit werde vom Ministerium in Auftrag gegeben und begleitet, das auch das Lastenheft festlegen werde …