Dreieinhalb Jahre Gefängnis, davon 18 Monate auf Bewährung: So lautete das Strafmaß, das vergangenen Dezember gegen den Hauptangeklagten in Luxemburgs erstem Terror-Prozess verhängt wurde. Kevin M. war durch die Verbreitung von Propaganda des „Islamischen Staats“ (IS) ins Visier der Justiz geraten. Die Staatsanwaltschaft und letzten Endes auch das Gericht waren der Auffassung, dass er dadurch selbst Mitglied der Organisation und damit ein Terrorist ist. Der 30-Jährige stritt das ab und legte Berufung gegen das Urteil ein.

Somit kommt es zu einem zweiten Prozess in diesem Fall, in dem zum ersten Mal überhaupt jemand sich auf Basis der hiesigen Anti-Terror-Gesetzgebung vor einem Luxemburger Gericht verantworten musste. Das Berufungsverfahren soll kommenden Herbst verhandelt werden. Wie Reporter.lu auf Nachfrage bei der Pressestelle der Justiz erfuhr, ist es für den 25. Oktober angesetzt.

Neben Kevin M. wird dann auch wieder seine Ehefrau Alysson A. auf der Anklagebank sitzen …