Nur knapp über die Hälfte der Haushalte in der Steuerklasse 1A zahlt nach Abzug von Steuerkrediten und Abzügen überhaupt Steuern. In der Steuerklasse 1 sind zwei Drittel Nettosteuerzahler und bei den verheirateten oder gepacsten Paaren in der Steuerklasse 2 gar 90 Prozent. Das geht aus Zahlen des Finanzministeriums hervor, die der Abgeordnete Marc Goergen (Piraten) angefragt hatte. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2022.
Dem Abgeordneten ging es vor allem um Details zur Steuerklasse 1A. Deren oft als zu hoch empfundene Besteuerung gilt als ein Grund für die geplante Individualisierung der Steuerklassen. Diese Gruppe ist sehr divers: Sie umfasst sowohl Alleinerziehende, verwitwete Personen sowie über 64-Jährige. Mit 67.213 Haushalten sind letztere die größte Untergruppe, gefolgt von 40.472 Haushalten mit Kindern und 39.119 verwitweten Personen. Allerdings betont das Finanzministerium, dass es große Überschneidungen zwischen diesen Gruppen gibt. So sind etwa 32.440 Personen sowohl verwitwet als auch über 64. Knapp 2.000 fallen in keine dieser Kategorien. Insgesamt werden 114.690 Haushalte nach der Steuerklasse 1A besteuert.
Auch die Einkommen innerhalb dieser Steuerklasse sind sehr unterschiedlich …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
