Die steuerlichen und sozialen Maßnahmen im Wohnungswesen kommen vor allem den Eigentümern von Immobilien zugute – insbesondere den wohlhabendsten unter ihnen. Zu dieser Schlussfolgerung gelangt eine neue Untersuchung des „Observatoire de l’habitat“. Dafür haben die Forscher des „Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“ (Liser) die verschiedenen Arten von staatlichen Mitteln, etwa Mietbeihilfen, Hilfen für Erstkäufer, den „Bëllegen Akt“ oder die Steuerbefreiung für die „Loyer imputés“, analysiert.

Die Studie bewertet dabei die durchschnittlichen Gewinne oder Verluste an Einkommen, die die staatlichen Steuerungselemente auf Mieter oder Immobilienbesitzer haben, und stellt eben fest, dass die Gewinne in hohem Maße wohlhabenden Eigentümern zugutekommen. So profitiert jener Teil der Besitzer, der 33 Prozent der Haushalte in Luxemburg ausmacht (4. und 5. Quintil), von 56 Prozent dieser Gewinne. Den Eigentümern, die 20 Prozent der Haushalte ausmachen (1. und 2. Quintil), kommen derweil 18,5 Prozent zugute. Mieter aus den Quintilen 1 und 2, die ebenfalls für 20 Prozent der Haushalte stehen, erhalten hingegen nur 6,6 Prozent der Gewinne aus den sozial- und steuerrechtlichen Maßnahmen.

Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) sieht sich durch diese Studie in seiner Strategie bestärkt, die öffentlichen Hilfen gezielter einzusetzen …