„Das L im RTL-Logo ist mittlerweile etwas verblasst“, sagte die LSAP-Abgeordnete Francine Closener am Dienstag im Parlament, wo die staatliche Finanzierung des Senders mit öffentlichem Auftrag Thema war. Damit meinte die frühere „RTL“-Journalistin, dass der Luxemburger Medienmarkt für aus dem Ausland geleitete Unternehmen immer mehr an Bedeutung verliere, die Investitionen entsprechend zurückgehen. Umso wichtiger sei es, die Medienvielfalt und einen unabhängigen, professionellen Journalismus zu fördern und finanziell zu unterstützen.

Dies will der Staat durch das am Dienstag verabschiedete Finanzierungsgesetz mit rund 97,6 Millionen Euro tun. Der Vertrag zwischen der „RTL Group“, ihrem Mutterkonzern „CLT-Ufa“ und dem Staat sieht eine staatliche Unterstützung von maximal 15 Millionen Euro jährlich über einen Zeitraum von sieben Jahren (2024-2030) vor. Das Gesetz, das von fast allen Parteien mitgetragen wurde – Déi Lénk enthielten sich -, soll dem Privatunternehmen und seinen Angestellten „Planungssicherheit“ geben, wie Premier Xavier Bettel (DP) in seiner Eigenschaft als Medienminister betonte …