Der Kampf gegen die Armut sei eine Priorität für die Regierung. Das hatte Premierminister Luc Frieden (CSV) bereits im November 2023 noch während der Koalitionsverhandlungen zwischen CSV und DP gesagt. Seitdem wurde mit Spannung auf den nationalen Aktionsplan gegen Armut gewartet, der unter der Verantwortung von Familienminister Max Hahn (DP) ausgearbeitet werden sollte. Am Montag wurde der Plan jetzt offiziell vorgestellt.
Der Aktionsplan umfasst 106 Maßnahmen, von denen mehrere darauf abzielen, den Haushalten es zu erleichtern, Beihilfen zu beantragen und zu erhalten. Damit sollen künftig mehr Personen, denen eine staatliche Unterstützung eigentlich zusteht, auch auf diese zurückgreifen. Diesbezüglich soll die Kommunikation verbessert werden, aber auch sollen Prozeduren automatisiert werden. Ein wichtiges Puzzleteil ist dabei der sogenannte „Guichet social unique“.
Auf dieser digitalen Plattform können Haushalte Informationen über ihre Zusammensetzung und ihr Einkommen eingeben und dann erfahren, welche Beihilfen ihnen zustehen und wie diese zu beantragen sind. Das gleiche Angebot soll auch in Form einer reellen Anlaufstelle bestehen, die die betroffenen Personen persönlich aufsuchen können. Hinzu kommen mobile Teams, die potenzielle Empfänger direkt ansprechen können, sowie eine Telefon-Hotline, unter der man sich anonym informieren kann.
Darüber hinaus werden aber auch neue Beihilfen eingeführt sowie bestehende angepasst und zusammengeführt. So soll etwa das Kindergeld für Kinder unter zwölf Jahren ab 2027 um 45 Euro pro Kind erhöht werden …
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