In Luxemburg verlassen noch immer viele Jugendliche die Schule, ohne über irgendeine Form von Abschluss zu verfügen. Im Schnitt betrifft das jährlich rund 800 Schüler zwischen 16 und 18 Jahren. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, will Bildungsminister Claude Meisch (DP) das Schulpflichtalter um zwei Jahre erhöhen. Statt mit 16 sollen Schüler künftig erst mit 18 Jahren von der Schule abgehen können. Der entsprechende Gesetzentwurf befindet sich auf dem Instanzenweg.

Die Erhöhung des Schulpflichtalters hatte Claude Meisch bereits anlässlich der letzten „Rentrée“ angekündigt. In Kraft treten soll sie aber erst in drei Jahren. Diese Zeit sei notwendig, um die nötigen Kapazitäten zu schaffen, erklärte der Minister am Dienstag im Parlament auf Nachfrage der Abgeordneten Myriam Cecchetti (Déi Lénk).

Parallel zur Erhöhung des Schulpflichtalters sollen nämlich neue, zusätzliche Einrichtungen und Angebote nach dem Vorbild der bereits bestehenden „Centres d’insertion socioprofessionnelle“ (CISP) geschaffen werden, um potenzielle Schulabbrecher zu unterstützen. Das hat seinen Preis: Allein die zusätzlichen Personalkosten schätzt das Bildungsministerium auf 25,6 Millionen Euro pro Jahr …