In Luxemburg ist die Anzahl der Notare gesetzlich geregelt. Die Posten sind anhand der Bevölkerungsdichte auf alle Kantone – mit Ausnahme von Vianden – verteilt. Ein Notar wird vom Großherzog ernannt und behält sein Amt bis zum Alter von 72 Jahren. Es sei denn, er tritt vorher zurück, wird abgesetzt oder verstirbt. Aktuell üben im Großherzogtum 36 Notare und Notarinnen den Beruf aus. Die Regierung denkt allerdings darüber nach, diese Zahl zu erhöhen.
Dieses Vorhaben ist bereits dem Koalitionsabkommen zu entnehmen und wird jetzt nochmals von Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) bestätigt. „Eine Erhöhung der Zahl der Notare ist vorgesehen, gegebenenfalls durch Zusammenschlüsse von Notaren und Notariatskandidaten“, schreibt die Ministerin nämlich in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von André Bauler (DP). Die Beratungen mit der „Chambre des Notaires“ und der „Association Luxembourgeoise des Candidats-Notaire“ seien im Gange, so Elisabeth Margue. Eine solche Reform betreffe auch die Tarifstruktur.
In seiner Anfrage interessiert sich André Bauler vor allem für die notariellen Tätigkeiten bei der Gründung von Gesellschaften im Finanzwesen sowie bei Transaktionen von Immobilien und fragt die Ministerin nach entsprechenden Zahlen. Interessant sind dabei vor dem Hintergrund der Wohnungs- und der Baukrise vor allem die Zahlen zu Akten von Immobilientransaktionen …
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