Der Regierungsrat hat sich am Freitag wie angekündigt mit den Forderungen der Sozialpartner für die anstehende „Tripartite“ befasst. Premierminister Luc Frieden (CSV) trat danach vor die Presse, um zu verkünden, über welche Themen jetzt zu dritt diskutiert werden soll. Wer sich eine konkrete Tagesordnung erwartet hatte, wurde allerdings enttäuscht. Vielmehr blieb der Premier vage.

Die Tripartite sei ein Kriseninstrument und die aktuelle Dreierrunde stehe im Zusammenhang mit der Energiekrise, ausgelöst durch den Krieg im Iran, sagte Luc Frieden. Diese Tripartite werde sich daher mit den sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Krise für Luxemburg befassen und zum Ziel haben, die Kaufkraft der Bürger zu stärken und aufrechtzuerhalten sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten. Daher könnten die Sozialpartner alle Maßnahmen vorlegen, die in ihren Augen dazu beitragen können, um die erwähnten Konsequenzen abzufedern, so der Premier.

Auf Nachfrage der anwesenden Journalisten, ob damit etwa auch der Mindestlohn, Maßnahmen mit Bezug auf die Wohnungskrise oder gar die Gesundheitsversorgung, wie es die Gewerkschaftsunion aus OGBL und LCGB gefordert hatte, gemeint seien, wiederholte Luc Frieden …