In den vergangenen Wochen wurde in den Luxemburger Medien wiederholt über eine mögliche Umbildung der Regierung spekuliert. Als mögliche Streichkandidaten wurden dabei vor allem die beiden CSV-Minister Georges Mischo und Martine Deprez genannt. Aufseiten der DP fiel in diesem Zusammenhang der Name Stéphanie Obertin. Premier Luc Frieden (CSV) wollte die Gerüchte lange nicht kommentieren. Am Freitag äußerte er sich aber jetzt dazu – und dementierte, dass er eine Regierungsumbildung plane.

„Ich halte nichts davon, Mitglieder einer Regierung auszutauschen, nur weil Kritik von außen kommt“, sagte Luc Frieden am Freitag im Interview mit „Radio 100,7“. Auch eine Umverteilung von Ressorts erwäge er nicht, so der Premier. „Wir hören, was draußen gesagt wird, doch es ist nicht wie im Fußball, wo gebrüllt wird und dann wird der Trainer gewechselt oder die Spieler. Wir haben ein Koalitionsprogramm und das wird umgesetzt“, betonte Luc Frieden. Man habe schon viel erreicht, doch es bleibe noch viel zu tun und man gehe mit großer Energie in die „zweite Halbzeit“ der Legislatur.

Damit reagierte der Premier auf Medienberichte, dass die Regierung und auch er selbst nach zwei Jahren Ermüdungserscheinungen aufwiesen. Das „Lëtzebuerger Land“ hatte Ende Oktober einen entsprechenden Artikel veröffentlicht, in dem auch von einem möglichen Austausch von Arbeitsminister Georges Mischo und Gesundheitsministerin Martine Deprez die Rede war. Dem Artikel zufolge habe Luc Frieden eine solche Umbildung aber nun umsetzen wollen, wenn auch die DP Minister ersetzen würde, etwa die Ministerin für Digitalisierung, Forschung und Hochschule, Stéphanie Obertin. Die Liberalen aber hätten dies abgelehnt …