Der ADR-Abgeordnete Tom Weidig hat wieder mal durch sein Verhalten in den sozialen Medien für Aufsehen gesorgt. Und für viel Kritik. Anlass war der „Like“ eines LGBTQ-feindlichen Kommentars auf Facebook. Das Parlament reagierte geschlossen. Der Politiker selbst bat um Entschuldigung. Der Fall könnte dennoch politische Konsequenzen für ihn haben – und auch rechtliche.

Die Vereinigung „Rosa Lëtzebuerg“ kündigte nämlich an, Anzeige zu erstatten – sowohl gegen Tom Weidig als auch den Verfasser des Kommentars. Letzterer bezog sich auf das Dekret des US-Präsidenten Donald Trump, das transsexuelle Menschen vom Frauensport ausschließt. Unter einem Pseudonym schrieb der Facebook-Nutzer, man müsse LGBTQ auch hierzulande „bekämpfen und vernichten“. Tom Weidig versah das mit einem „Daumen hoch“.

„Rosa Lëtzebuerg“ zeigt sich in einer Pressemitteilung nicht nur entsetzt über den Kommentar selbst, sondern auch, dass dieser von „einem gewählten Volksvertreter geliked“ wurde. Die Vereinigung fordert denn auch den Rücktritt Tom Weidigs von allen politischen Ämtern. Der ADR-Politiker gehört neben dem Parlament auch dem Gemeinderat der Stadt Luxemburg an.

In einer Stellungnahme gegenüber den Medien erklärte Tom Weidig am Dienstag, dass besagter Kommentar „inakzeptabel“ sei und er ihn wohl „im Eifer des Gefechts geliked“ habe …