Das Projekt „Neischmelz“ in Düdelingen ist neben „Elmen“ in der Gemeinde Kehlen und „Wunne mat der Wooltz“ in Wiltz das Vorzeigeprojekt der Regierung bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Der Staat investiert rund eine halbe Milliarde Euro in das Vorhaben, das vom „Fonds du Logement“ umgesetzt wird. Das Parlament hat dazu am Donnerstag gleich zwei Finanzierungsgesetze einstimmig verabschiedet.

Auf einer Fläche von 36 Hektar sollen im Süden von Düdelingen insgesamt 1.575 Wohnungen und damit in dichter Bebauung Wohnraum für mehr als 3.600 Menschen entstehen, wie aus dem Gesetzestext hervorgeht. Um den Umfang des Projekts zu verdeutlichen, wird im „Exposé des motifs“ unterstrichen, dass rund die Hälfte der Luxemburger Gemeinden weniger als 3.000 Einwohner zählt.

Allein für den Bau der 1.575 Wohneinheiten plus Straßeninfrastruktur stellt der Staat via das erste Finanzierungsgesetz rund 272 Millionen Euro zur Verfügung. Zunächst aber muss die Industriebrache samt historischer Gebäude saniert und aufgewertet werden. Dies kostet den Staat gemäß dem zweiten Finanzierungsgesetz rund 235 Millionen Euro.

Das Projekt wird zum Großteil auf dem Areal des einstigen Arbed-Stahlwerks umgesetzt, bezieht aber auch Teile des bestehenden Viertels „Italien“ und des Stadtzentrums mit ein …