Zwischen 2023 und 2024 hat die „Commission consultative des Droits de l’Homme“ (CCDH) insgesamt 152 Fälle von Menschenhandel in Luxemburg gezählt. In 68 Fällen wurden die betroffenen Personen von der Polizei offiziell als Opfer von Menschenhandel identifiziert. 38 gelten als mutmaßliche und 46 als potenzielle Opfer. Das geht aus einem neuen Bericht der beratenden Menschenrechtskommission hervor, der letzte Woche veröffentlicht wurde.
Diesem mittlerweile fünften Bericht zum Menschenhandel ist zu entnehmen, dass von den 152 Opfern 83 Frauen und 69 Männer sowie der Großteil zwischen 23 und 40 Jahre alt waren. Die meisten stammen aus China, Russland, der Ukraine und Albanien. Der Bericht unterscheidet zwischen Menschenhandel im Zusammenhang mit der Ausbeutung zur Arbeit, wobei hier bei den Männern ein Anstieg verzeichnet wurde, und Menschenhandel im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung, von dem auch diesmal vor allem Frauen betroffen waren.
Die hohe Zahl von Opfern ist der Kommission zufolge denn auch auf einen größeren Fall von Zwangsprostitution zurückzuführen, der derzeit Gegenstand eines laufenden Gerichtsverfahrens ist. Kein Einzelfall: Reporter.lu hatte im März 2025 über den Fall eines venezolanischen Prostitutionsrings berichtet, der ebenfalls vor Gericht verhandelt wurde. Die Kommission macht in ihrem Bericht auch darauf aufmerksam, dass die Anwerbung in solchen Fällen mittlerweile sehr oft online, insbesondere über soziale Netzwerke, erfolge …
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