Die Gewerkschaften OGBL und LCGB wollen bis auf Weiteres nicht mehr am „Comité permanent du travail et de l’emploi“ (CPTE) teilnehmen. Eigentlich sollten sie dort mit Regierung und Arbeitgebern über die Arbeitszeitorganisation verhandeln. Das war bei einer Sitzung der sogenannten Sozialrunde so beschlossen worden, die bekanntlich letztlich ohne Einigung endete. Der Boykott der Gewerkschaften ist eine Reaktion auf eben dieses Scheitern.
Auf einer Pressekonferenz der neuen „Union des syndicats OGBL-LCGB“ am Donnerstag erklärten die OGBL-Präsidentin Nora Back und der LCBG-Vorsitzende Patrick Dury ihre Entscheidung damit, dass das CTPE keine Daseinsberechtigung mehr habe, weil die Regierung durch ihr Vorgehen bei der Sozialrunde die Funktionsweise des Tripartite-Modells geändert habe. Das habe man Premier Luc Frieden (CSV) auch in einem Brief so mitgeteilt, so die Gewerkschafter.
In diesem Brief beantragen sie eigenen Angaben zufolge, dass Arbeitsminister Georges Mischo (CSV) die Sozialpartner für bilaterale Gespräche treffen soll, um die Arbeitszeitorganisation zu verhandeln. Zur Erinnerung: Bereits im Oktober 2024 hatten OGBL und LCGB das CPTE verlassen, nachdem jener Minister ihnen eröffnet hatte, die Gesetzgebung zu den Kollektivverträgen ändern zu wollen …
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