Gesellschaften der in Luxemburg ansässigen „Docler Holding“ müssen eine Geldstrafe von 20.000 Euro bezahlen. Die Anbieter des Porno-Streamingdienstes „Live Jasmin“ hatten die Auflagen der „Autorité luxembourgeoise indépendante de l’audiovisuel“ (ALIA) nicht komplett umgesetzt. Diese Entscheidung veröffentlichte die Medienaufsicht Anfang August.

Begonnen hat die Auseinandersetzung zwischen Docler Holding und der ALIA bereits im November 2022. Damals wollte die Medienaufsicht wissen, welche Maßnahmen die Docler Holding bei ihren pornografischen Inhalten – größtenteils Livestreams – ergreift, um zu verhindern, dass Minderjährige diese nutzen können. Die erste Antwort stellte die Behörde nicht zufrieden: Nutzer mussten lediglich angeben, dass sie über 18 Jahre alt sind, um zu den Inhalten zu gelangen. Nur wenn die Eltern selbst eine Sperre einbauen, würde das System die Nutzung verhindern.

Darauf folgte ein jahrelanges Ringen mit Verhandlungen, Überprüfungen und Briefwechseln. Verschiedene Lösungen wurden von Docler Holding angeboten. Schlussendlich gab sich die ALIA mit einer Sperre über eine Drittfirma namens „Incode“ zufrieden. Diese bietet Altersüberprüfungen über künstliche Intelligenz an, die hauptsächlich im Onlinehandel und von Banken benutzt werden.

Doch Docler hatte ein Detail vergessen, auf das sie die ALIA von Anfang an aufmerksam gemacht hatte …