Acht Jahre Gefängnis, davon vier auf Bewährung, plus 50.000 Euro Geldstrafe. So lautet die Strafe, die jetzt vom Bezirksgericht Luxemburg gegen den Betreiber eines nepalesischen Restaurants verhängt wurde. Dem 39-Jährigen wird vorgeworfen, seine Angestellten unter menschenunwürdigen Bedingungen beschäftigt sowie sie physisch und psychisch misshandelt zu haben. Seine Ehefrau (38) wurde derweil in allen Anklagepunkten freigesprochen.
Die Vorwürfe in diesem Verfahren wiegen schwer. Sie gründen auf den Anzeigen von sechs ehemaligen Mitarbeitern des Restaurants. Reporter.lu hatte bereits kurz nach den ersten Anzeigen im Sommer 2021 über den Fall berichtet. Vor Gericht Anfang Oktober dieses Jahres zeigte sich dann das ganze Ausmaß der Affäre. Den Betroffenen, allesamt Nepalesen, war denn auch offiziell der Status als potenzielle Opfer von Menschenhandel zuerkannt worden.
Ihren Angaben bzw. den Ermittlungen zufolge hätten sie regelmäßig von sieben Uhr morgens bis zwei Uhr nachts arbeiten müssen. Ohne Ruhetage, denn an Tagen, an denen das Lokal geschlossen hatte, hätten sie dieses putzen und andere Aufgaben für das Betreiber-Ehepaar erfüllen müssen. Ihr Essen habe nur aus wässrigen Suppen sowie Resten vom Vortag bestanden und ihre Unterkünfte über dem Restaurant seien stark von Schimmel befallen gewesen …
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