Die sogenannte „Gaardenhäischen“-Affäre bleibt ohne strafrechtliche Folgen für Carole Dieschbourg und vorerst auch für Roberto Traversini. Nach Abschluss der Ermittlungen wegen möglicher Vorteilsannahme im Amt („Prise illégale d’intérêts“) hat der zuständige Untersuchungsrichter nämlich entschieden, keine Anschuldigungen zu erheben, weder gegen die frühere Umweltministerin noch gegen den ehemaligen „Député-Maire“ aus Differdingen.

Damit wird die Affäre, die im Sommer 2019 aufkam und in der Folge zu den Rücktritten der beiden Grünen-Politiker führte, zu den Akten gelegt. „En raison de l‘absence d’inculpation le parquet de Luxembourg a décidé d classer le dossier sans suites pénales“, so die Justiz am Freitag in einer Pressemitteilung.

Das betrifft jedoch nur den Vorwurf der Vorteilsannahme. Wegen illegaler Arbeiten in einer Naturschutzzone und Verstößen gegen entsprechende Gesetze könnten Roberto Traversini auch weiterhin strafrechtliche Konsequenzen drohen. Diesbezüglich laufen noch Ermittlungen, wie die Pressestelle der Justiz auf Nachfrage von Reporter.lu bestätigt.

Der Hintergrund: Roberto Traversini wird vorgeworfen, dass er illegale, weil ungenehmigte Umbauarbeiten an einem Haus in seinem Besitz hatte durchführen lassen …