Am 20. Januar waren mehrere staatliche Internetseiten, darunter die Plattform „Guichet.lu“, zeitweise nicht erreichbar. Hintergrund war eine sogenannte „DDoS“-Attacke. Das steht für „Distributed Denial of Service“ und bezeichnet Attacken, bei denen Hacker mit einer hohen Anzahl an Anfragen versuchen, Webseiten zu stören und zum Absturz zu bringen. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage gibt die zuständige Ministerin jetzt weitere Details zu dem Vorfall sowie allgemeine Erklärungen zum Phänomen von Cyberattacken.
In diesem konkreten Fall seien von einer solchen Attacke die Internetseiten, die das „Centre des technologies de l’information de l’Etat“ (CTIE) im „public.lu“-Domaine hostet, betroffen und dadurch zum großen Teil zwischen 7:58 Uhr und 8:39 Uhr am Morgen des 20. Januar nicht erreichbar gewesen. Die Seiten der Ministerien und Verwaltungen auf „gouvernement.lu“ hätten hingegen weiterhin funktioniert. Das Gleiche habe für die App von „Guichet.lu“ gegolten, erklärt die Ministerin für Digitalisierung, Stéphanie Obertin (DP), in ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Diane Adehm (CSV).
Das CTIE verzeichne seit einigen Jahren jeden Tag solche Attacken auf die Systeme. Bei den allermeisten würden aber die Sicherheitsmaßnahmen verhindern, dass sie einen Einfluss haben. Bei besagtem Angriff seien die Anfragen aber so konfiguriert gewesen, dass sie von den Maßnahmen nicht als „DDoS“-Attacke zu erkennen gewesen seien, was zu einer temporären Überlastung der Webserver geführt habe, so die Ministerin. Wer hinter der Attacke steckte, das verrät sie nicht, um den Angreifern nicht die öffentliche Aufmerksamkeit zu geben …
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