Die Vergabekriterien bei Immobilienkrediten sollen gelockert werden. Allerdings nur für bestimmte Darlehen. Dies geht aus einer neuen Empfehlung des „Comité du Risque Systémique“ (CdRS) hervor. Dem Gremium gehören neben dem Finanzministerium auch die Luxemburger Zentralbank BCL, die Finanzaufsicht CSSF sowie der Versicherungsverband CAA an. Aufgabe des Komitees ist es, die Stabilität des Luxemburger Finanzsystems zu überwachen und sicherzustellen.

Konkret betrifft die Empfehlung Darlehen, die für Investitionen in Mietwohnungen gedacht sind, sogenannte „Buy-to-let“-Käufe. Derzeit darf ein Darlehen nur 80 Prozent des Investitionsvolumens ausmachen. Den restlichen Betrag müssen Käufer und Investoren aus Eigenmitteln finanzieren. Dadurch soll das Risiko für die Finanzinstitute minimiert werden. Eingeführt wurden die bestehenden Regeln erst 2020 unter dem damaligen Finanzminister Pierre Gramegna (DP). Sie waren ursprünglich gedacht, um Spekulationen einen Riegel vorzuschieben und eine Überschuldung der Haushalte zu bremsen.

Fortan dürfen Banken bei zehn Prozent der Darlehen für Investitionen in Mietimmobilien lockerere Vergabekriterien anwenden …