Psychische Erkrankungen haben auch in Luxemburg in den letzten Jahren stark zugenommen. Dabei ist auch immer wieder von Burn-outs die Rede. Allerdings stuft die Weltgesundheitsorganisation ein Burn-out nicht als medizinische Krankheit ein, sondern definiert es in ihrer „International Classification of Diseases“ als „Occupational phenomenon“, also als Phänomen, das in Verbindung mit der Arbeit auftritt. Und auch in Luxemburg gilt ein Burn-out nicht als anerkannte Krankheit, was es schwierig macht, Statistiken darüber zu führen.
Das wird jetzt nochmals durch eine parlamentarische Anfrage von Nathalie Morgenthaler (CSV) deutlich. Auf viele Punkte in der Anfrage kann die Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit, Martine Deprez (CSV), nämlich nicht antworten, da es eben an Zahlen mangelt. Laut der Antwort der Ministerin gibt es nämlich im Leistungsverzeichnis der „Caisse nationale de santé“ (CNS) und der „Association des médecins et médecins-dentistes“ (AMMD) keinen Diagnose-Code für ein Burn-out oder ein „Occupational phenomenon“, das die Ärzte auf einem Krankheitsattest angeben können.
Der behandelnde Arzt könne dafür den Code 78 für „Dépression“ nutzen, jedoch würden darunter verschiedene psychische Erkrankungen fallen und es gebe keine weitere Spezifizierung für ein Burn-out. In der Liste der „Affections de longue durée“ wiederum erlaube es der Punkt 23, „Troubles dépressifs récurrents ou persistants chez l’adulte“, dem Referenzarzt, verschiedene depressive Störungen zu erfassen. Allerdings könne man auch hier nicht zurückverfolgen, ob es sich dabei um ein Burn-out handelt …
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