Im vergangenen Jahr haben in Luxemburg weniger Geflüchtete einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt als 2024. Wurden in dem Jahr nämlich noch 2.020 Asylanträge verzeichnet, waren es 2025 insgesamt 1.786. In einer parlamentarischen Anfrage wollte die Abgeordnete Nathalie Morgenthaler (CSV) jetzt wissen, ob dies zu einer Entlastung der Unterkünfte für Flüchtlinge führte.
Nicht wirklich, so die Antwort vom zuständigen Familienminister Max Hahn (DP) im Rahmen einer Fragestunde im Parlament. Die Anträge auf internationalen Schutz seien 2025 gegenüber 2024 in der Tat um zwölf Prozent zurückgegangen, doch im gleichen Zeitraum seien im Jahresvergleich 30 Prozent mehr Anträge auf temporären Schutz von Geflüchteten aus der Ukraine gestellt worden. Die Situation habe sich vor allem in den letzten vier Monaten des Jahres „verschärft“, in denen pro Monat rund 100 Ukrainer nach Luxemburg gekommen seien.
Das habe den Effekt gehabt, dass die gestiegene Zahl an „Bénéficiaires de protection temporaire“ (BPT) die gesunkene Zahl an „Demandeurs de protection internationale“ (DPI) gewissermaßen ausgeglichen habe und dass 2025 fast genauso viele Personen in den Flüchtlingsstrukturen untergebracht werden mussten wie 2024. An der Auslastung der Unterkünfte des „Office national de l’accueil“ (ONA) habe sich so kaum etwas verändert. Sie seien weiterhin zu 97 bis 98 Prozent belegt, so Max Hahn …
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