Die Verwaltungsratsmitglieder der Caritas können im Fall einer möglichen Mitverantwortung am Finanzskandal nicht auf eine Haftpflichtversicherung zurückgreifen. Die Finanzdirektorin der Organisation hatte diese Versicherung nämlich nicht erneuert. Das sagt das Verwaltungsratsmitglied Nathalie Frisch im Podcast von „Radio 100,7“ zur Affäre. Fehler beim Verwaltungsrat sieht sie offensichtlich keine. Den Banken hingegen hätte manches auffallen müssen.
Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass der frühere Operationschef bereits im Juni mit dem damaligen Vizepräsidenten des Verwaltungsrates über geänderte Kreditlinien gesprochen haben will. Die Frage, welche Informationen den Verwaltungsratsmitgliedern wann vorlagen, ist damit eine von vielen, die sich im Rahmen des Finanzskandals bei der Caritas stellen. Wobei es sich dabei eigentlich um zwei Verwaltungsräte handelt – jener der „Fondation Caritas Luxembourg“ und jener der Vereinigung „Caritas Accueil et Solidarité“. In beiden sitzen bzw. saßen aber dieselben Personen.
Die Anwältin Nathalie Frisch ist eine davon. Und in der vierten Episode des „Radio 100,7- Podcasts „Carambolage“ zur Caritas-Affäre erklärt sie, dass der Verwaltungsrat nach Bekanntwerden des Skandals festgestellt habe, dass die Finanzdirektorin der Organisation die Haftpflichtversicherung für die Mitglieder der Verwaltungsräte nicht erneuert habe …
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