In der Caritas-Affäre wurde lange Zeit nur wenig kommuniziert. Das änderte sich diese Woche, als sich gleich mehrere direkt oder indirekt Beteiligte zu Wort meldeten – darunter Verwaltungsratspräsidentin Marie-Josée Jacobs und Kardinal Jean-Claude Hollerich. Den Anfang aber machte die Verantwortliche des „Plaidoyer politique“ der Caritas. In einem Interview mit „RTL“ kritisierte Carole Reckinger, dass nicht mit dem Personal gesprochen worden sei und bedauerte dabei auch die Haltung der Katholischen Kirche in Luxemburg. Diese habe da keine Empathie gezeigt.
Der Erzbischof, Kardinal Jean-Claude Hollerich, seinerseits sagte in Interviews mit dem „Luxemburger Wort“ und „RTL“, dass sich von der Caritas niemand bei ihm gemeldet habe. Warum er nicht die Initiative ergriffen hatte, erklärte der Kardinal damit, dass „er nicht mit der Tür ins Haus fallen“ wollte. Zudem sagte er, dass die Kirche gar nicht über die finanziellen Mittel verfüge, die erforderlich gewesen seien, um die Caritas zu retten. Das Geld werde für die eigenen Mitarbeiter benötigt – die weniger höher Gehälter beziehen würden …
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