In vielen Ländern sind synthetische Drogen auf dem Vormarsch und entwickeln sich zu einer regelrechten Plage. Bekanntestes Beispiel ist sicherlich Fentanyl, das vor allem in den USA bereits Tausende Tote forderte. In Finnland warnten die Behörden derweil im vergangenen Sommer vor einem verstärkten Aufkommen der ebenfalls gefährlichen Droge „Alpha-PVP“. In einer parlamentarischen Anfrage wollte der LSAP-Abgeordnete Dan Biancalana (LSAP) jetzt in Erfahrung bringen, wie sich die Situation in Luxemburg darstellt.
Wie in anderen Ländern der Europäischen Union habe man auch in Luxemburg in den letzten Jahren eine Diversifizierung der synthetischen Drogen beobachtet. Grundlage für eine solche Bestandsaufnahme seien die Substanzen, die von der Polizei beschlagnahmt werden, sowie die Daten, die durch das „Drugchecking“-System erhoben werden, bei dem Konsumenten ihre Drogen analysieren lassen können, erklären Innenminister Léon Gloden (CSV) und Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) in ihrer Antwort auf die parlamentarische Anfrage. Die festgestellten Substanzen seien dabei in der Regel solche, die auch bereits in einem anderen EU-Land gemeldet worden seien.
Zudem würden die beschlagnahmten Mengen darauf schließen lassen, dass sie eher für den persönlichen Gebrauch als für den Verkauf oder den Handel bestimmt waren. In der Tat sind die Mengen überschaubar …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
