Premierminister Luc Frieden (CSV) will in den kommenden Wochen eine „Tripartite“ einberufen, um mit den Sozialpartnern die Auswirkungen des Irankrieges auf Luxemburg zu besprechen. Das kündigte der Regierungschef am Mittwoch nach einer Sitzung des Ministerrates an. Ziel sei es, über mögliche Maßnahmen zu diskutieren, wie man angesichts der aktuellen Energiekrise und einer steigenden Inflation die Kaufkraft der Haushalte und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aufrechterhalten könne.
„In einer solchen Situation muss man mit ruhiger Hand regieren und darf Entscheidungen nicht im Hauruckverfahren und in Hektik treffen“, sagte Luc Frieden am Dienstag vor der Presse. Damit wollte er offenbar sein bisheriges Zögern in Bezug auf eine Einberufung einer Tripartite erklären, die seit Wochen nicht nur die Gewerkschaften und die Arbeitgeberseite gefordert hatten, sondern für die sich zuletzt auch der Koalitionspartner DP offen gezeigt hatte. Der Premier betonte diesbezüglich, von niemandem gedrängt worden zu sein. Er habe jedem zugehört und auch in der CSV habe es Stimmen gegeben, die sich für eine Tripartite ausgesprochen hätten.
Energie und Inflation sowie Kaufkraft und Wettbewerbsfähigkeit sollen die bestimmenden Themen der Dreierrunde sein, die voraussichtlich Anfang Juni stattfindet und für deren Vorbereitung die Regierung den Monat Mai nutzen will …
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