Eine weltweite Operation von Justiz- und Polizeibehörden gegen massiven Kreditkartenbetrug hat jetzt zur Festnahme von 18 Personen geführt. Eine davon erfolgte in Luxemburg. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, ein ausgeklügeltes System gefälschter Online-Abonnements für Dating-, Pornografie- und Streaming-Dienste eingerichtet zu haben, die mit Kreditkarte bezahlt wurden. Der Schaden wird auf mindestens 300 Millionen Euro geschätzt, der Umfang der Betrugsversuche auf über 750 Millionen Euro.
Der Betrug wurde über drei Netzwerke organisiert, die mehrere Millionen Kreditkartenbenutzer mit 19 Millionen Konten in 193 Ländern ins Visier nahmen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag in Deutschland. Vier der 18 festgenommenen Personen sind denn auch Führungskräfte deutscher Zahlungsdienstleister. Bei den anderen Verdächtigen handelt es sich um britische, lettische, niederländische, österreichische, dänische, amerikanische und kanadische Staatsangehörige, wie aus einer Pressemitteilung der EU-Justizbehörde „Eurojust“ hervorgeht.
Bei der Person, die in Luxemburg festgenommen wurde, handelt es sich dem „Luxemburger Wort“ zufolge um einen im Großherzogtum lebenden deutschen Unternehmer. Laut einer Mitteilung der Luxemburger Justiz wurde der Mann am Mittwoch einer Untersuchungsrichterin vorgeführt. Für ihn gilt, wie für alle Beteiligten, bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Den Verdächtigen wird vorgeworfen, zwischen 2016 und 2021 Kreditkartendaten gestohlen, fingierte Kundenkonten eingerichtet und Zahlungen durchgeführt sowie verschleiert zu haben. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, blieben die monatlichen Abbuchungen laut Eurojust bewusst unterhalb von 50 Euro …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
