Die aktuellen Zahlen des Staatshaushalts zeigen ein starkes Einnahmenwachstum, das die bisherigen Prognosen des Finanzministeriums offenbar übersteigt. So stellte es jedenfalls Finanzminister Gilles Roth (CSV) am vergangenen Montag bei einer Präsentation im zuständigen Parlamentsausschuss dar. „Die Staatsfinanzen behaupten sich gut und eröffnen unseren Bürgern und insbesondere den jüngeren Generationen trotz schwieriger Rahmenbedingungen positive Perspektiven“, wird der Minister in einer Pressemitteilung zitiert.

Laut der einheitlichen EU-Berechnungsmethode (SEC 2010) beliefen sich die Gesamteinnahmen des Staates demnach Ende September auf 23,9 Milliarden Euro. Das entspreche einem Anstieg von 9,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zu diesem Anstieg tragen vor allem die direkten Steuern bei, die insgesamt um 11,6 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro gestiegen sind. Insbesondere die Körperschaftssteuer stieg laut den Zahlen des Finanzministeriums um ganze 21,4 Prozent bzw. 3,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Zudem habe der neue effektive Mindeststeuersatz von 15 Prozent für große multinationale Konzerne, der im Zuge eines Abkommens auf OECD-Ebene eingeführt worden war, bisher 238,6 Millionen Euro in die Staatskasse gebracht …