In der Affäre um einen Kommunalbeamten, der zwei Jahre lang seine Arbeitszeiten manipuliert hatte, will die Gemeinde Hesperingen in den juristischen Verfahren als Nebenkläger auftreten und die erschlichenen Bezüge zurückfordern. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden. Reporter.lu hatte Mitte Februar exklusiv über den Fall berichtet.

Es war der vorläufige Höhepunkt einer Affäre, die in den letzten Wochen für viel Aufregung gesorgt hatte. Die Opposition hatte der CSV-DP-Mehrheit, auch in einem Brief ans Innenministerium, „anhaltende Untätigkeit“ vorgeworfen, weil sie nach einer Sitzung Mitte Januar keine erneute Sitzung einberufen wollte, um sich mit den juristischen Folgen der Angelegenheit zu befassen. Die Mehrheit ihrerseits hatte keinen Anlass zur Dringlichkeit gesehen in der Zeit, in der Bürgermeister Marc Lies (CSV) eine zweimonatige politische Pause eingelegt hatte – aufgrund eines Burnouts, wie der „Député-Maire“ am Freitag bestätigte.

An diesem Freitag kam der Gemeinderat nun erstmals nach dieser Pause zusammen. Doch bereits zuvor hatte Marc Lies für Schlagzeilen gesorgt, als eine E-Mail an die CSV-Fraktionsmitglieder von ihm öffentlich wurde …