Das Verhältnis zwischen der Regierung und den Gewerkschaften steht nicht zum Besten. Das wurde am 1. Mai nochmals deutlich. Ein Punkt, der für Unmut bei OGBL und LCGB sorgt, ist die geplante Liberalisierung der Sonntagsarbeit. Die Gewerkschaften fürchten eine Neuorganisation zulasten der Arbeitnehmer. In diesem Kontext sind einige Zahlen interessant, die die Statistikbehörde „Statec“ zum Tag der Arbeit veröffentlicht hat.
Demnach arbeiten im Vergleich zu den anderen EU-Ländern in Luxemburg viele Arbeitnehmer auch mal sonntags. Der Anteil der Beschäftigten, der das im Großherzogtum „gelegentlich“ tut, beläuft sich nämlich auf 16,4 Prozent, während der Durchschnittswert aller EU-Staaten 10,7 Prozent beträgt. Allerdings arbeiten nur 8,2 Prozent der Beschäftigten in Luxemburg „regelmäßig“ sonntags. In den anderen Ländern der Europäischen Union tun das hingegen im Schnitt 11,8 Prozent der Arbeitnehmer.
Relativ hoch ist der Anteil von regelmäßig sonntags arbeitenden Angestellten in Frankreich. Dort beläuft er sich auf 14,7 Prozent …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
