Der Name Benoît Ochs wirkt wie aus einer anderen Zeit. Und doch sorgte er jetzt wieder für Schlagzeilen. Der Allgemeinmediziner, der während der Pandemie zu einem Gesicht der Bewegung der Covid-Maßnahmen-Gegner und Impfskeptiker geworden war, konnte nämlich nun einen Teilsieg vor dem Disziplinarausschuss verbuchen. In dem entsprechenden Verfahren geht es um ein mögliches erneutes Berufsverbot für den 63-Jährigen.

Im zweiten Disziplinarverfahren gegen den Arzt mit Praxis in Gonderingen muss sich nämlich jetzt der vorsitzende Richter wegen Befangenheit zurückziehen. Dies hat der „Conseil supérieur de discipline“ des „Collège médical“ so entschieden, wie zuerst „RTL“ und „Radio 100,7“ berichteten. Die Verteidigung von Benôit Ochs hatte einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Anwälte hatten argumentiert, dass der Vorsitzende des „Conseil de discipline“, Pierre Calmes, der auch Präsident des Bezirksgerichts Luxemburg ist, in dem Verfahren gegen Benoît Ochs nicht unbefangen urteilen könne, da er bereits beim ersten Disziplinarverfahren gegen den Arzt den Vorsitz innehatte …