Die starke Auslastung der Unterkünfte für Geflüchtete und der schlechte Zustand einiger dieser Einrichtungen sind in Luxemburg regelmäßig Gegenstand von politischen Debatten und Medienberichten. Auch Reporter.lu berichtete wiederholt darüber. Am Montag besichtigten die Mitglieder des zuständigen parlamentarischen Ausschusses vor diesem Hintergrund drei Strukturen des für die Flüchtlingsaufnahme zuständigen „Office national de l‘accueil“ (ONA).
Der Öffentlichkeit, ja selbst gewählten Volksvertretern, bleibt ein Einblick in diese Unterkünfte in der Regel verwehrt. Ist das auf der einen Seite im Hinblick auf das Recht auf Privatsphäre der Bewohner nachvollziehbar, erschwert es die Arbeit von Journalisten und Vertretern von Hilfsorganisationen, sich ein Bild von den Zuständen in den Strukturen zu machen und mögliche Missstände aufzudecken. Probleme werden demnach nur publik, wenn Betroffene sich selbst an die Öffentlichkeit wenden, was in der Vergangenheit wiederholt der Fall war.
Auch am Montag war Pressevertretern die Teilnahme an der Besichtigung der Unterkünfte in Mersch, Niederkerschen und Zolver nicht gestattet. Nach dem Besuch schilderten aber die Abgeordneten ihre Eindrücke gegenüber aber den vor Ort anwesenden Journalisten, wie etwa aus Berichten von „Luxemburger Wort“, „Tageblatt“, „RTL“ und „Radio 100,7“ hervorgeht.
„Ich habe das Bild eines Luxemburgs gesehen, auf das ich nicht stolz bin“, sagte Djuna Bernard (Déi Gréng). Seit elf Jahren sei das Land mit Flüchtlingswellen konfrontiert und trotzdem schaffe man es nicht, die Aufnahme von Geflüchteten „proaktiver und menschenfreundlicher“ zu gestalten. Sie plädierte daher auch nochmal für eine verpflichtende Aufnahmequote für Gemeinden. Die CSV-DP-Regierung aber sieht bisher von einer verpflichtenden Quote ab und setzt auf die Freiwilligkeit …
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