In Luxemburg sind rund 18 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht. Von den Kindern ist sogar jedes vierte dem Armutsrisiko ausgesetzt. Nicht umsonst hat sich die Regierung den Kampf gegen die Armut als eine Priorität auf die Fahne geschrieben, allerdings lässt der nationale Aktionsplan dazu weiter auf sich warten. Unterstützung erhalten Betroffene aktuell in den 30 Sozialämtern des Landes. Es ist ein Angebot, das immer mehr in Anspruch genommen wird und entsprechend hohe Ausgaben mit sich bringt.

So stiegen die Gesamtausgaben der Sozialämter in den vergangenen zehn Jahren um etwas mehr als 130 Prozent. Im Jahr 2015 lagen sie noch bei rund 17,52 Millionen Euro, 2020 dann schon bei 23,82 Millionen Euro (plus 53,97 Prozent), während für 2025 ein Budget von 40,37 Millionen Euro (plus 130,45 Prozent) vorgesehen ist. Diese Zahlen gehen aus der gemeinsamen Antwort von Familienminister Max Hahn (DP) und vom Minister für innere Angelegenheiten, Léon Gloden (CSV), auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Marc Goergen (Piraten) hervor.

Diese Gesamtausgaben umfassen die ausbezahlten Beihilfen, die Verwaltungs- und die Personalkosten sowie die Vergütungen für den Vorsitzenden und die Mitglieder des Verwaltungsrates. Sie werden zwischen dem Staat und den Gemeinden aufgeteilt …