In Luxemburg fühlt sich fast jeder zweite Berufstätige für seine Arbeit nicht adäquat qualifiziert. Dabei trage eine gute Qualifikation insbesondere  in Zeiten einer Rezession zur Erhaltung von Arbeitsplätzen bei, analysieren zwei Forscher des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER).

46% der Arbeitnehmer in Luxemburg haben das Gefühl, dass ein Missverhältnis zwischen ihren tatsächlichen Fähigkeiten und den für ihren Job erforderlichen Kompetenzen besteht. Das geht aus einem Bericht des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER) hervor. Luxemburg schneidet im internationalen Vergleich ähnlich ab wie Deutschland und Frankreich (45%). Alle drei Länder hinken dem europäischen Durchschnitt (42%) hinterher.

Unterqualifiziert fühlen sich generell eher Frauen und junge und unerfahrene Beschäftigte, sowie Menschen, die eine komplexe Arbeit ausführen. Eine ähnliche Einschätzung haben auch öfters jene, die im öffentlichen Dienst tätig sind und Teil eines Hierarchiegefälles sind. Überqualifziert fühlen sich besonders oft Personen männlichen Geschlechts, Hochschulabsolventen und Menschen, denen bei der Arbeit ein hoher Grad an Autonomie zugesprochen wird. Auch schwierige Arbeitsbedingungen sowie das Fehlen hierarchischer Strukturen führen dazu, dass Menschen sich eher als überqualifiziert wahrnehmen …