Die Luxemburger Staatsanwaltschaften waren in den vergangenen fünf Jahren mit fast 2.500 Anzeigen wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Minderjährigen befasst. Das ist einer Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage zu entnehmen. Dabei wurde über die Jahre eine progressive Zunahme solcher Anzeigen verzeichnet. Lagen deren im Jahr 2019 noch 401 vor, waren es im vergangenen Jahr 655.

So gingen bei den Staatsanwaltschaften der Gerichtsbezirke Luxemburg und Diekirch in den Jahren 2019 bis 2023 alles in allem 1.860 Anzeigen wegen mutmaßlicher Körperverletzung („Coups et blessures“) von Minderjährigen ein. Im gleichen Zeitraum wurden 403 Anzeigen wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs („Attentat à la pudeur“) von Minderjährigen registriert. Hinzu kamen 220 Anzeigen wegen mutmaßlicher Vergewaltigung („Viol“) von Minderjährigen …