Lange Jahre galt er als Hauptverdächtiger in der „Bommeleeër“-Affäre, eine Anklage gegen Ben Geiben gab es jedoch nie. Das könnte sich nun ändern. Die Staatsanwaltschaft hat nämlich ihre Anklageschrift in der laufenden Untersuchung fertiggestellt. Und darin beantragt sie, dass sich auch der Gründer der einstigen „Brigade mobile de la Gendarmerie“ (BMG) wegen der Attentatsserie Mitte der 1980er Jahre vor Gericht verantworten soll.

Das stellt einen weiteren Wendepunkt in der bereits sehr bewegten Geschichte der Affäre dar. Denn noch im Juli 2019 hatte der zuständige Untersuchungsrichter Ernest Nilles in seinem Abschlussbericht, in dem er neun Personen offiziell beschuldigte, von einer Anschuldigung Ben Geibens abgesehen – obwohl auch gegen ihn ermittelt worden war.

Die zuständige Anklägerin Dominique Peters, die das Dossier von Staatsanwalt Georges Oswald übernommen hat, sieht aber ausreichende Verdachtsmomente für eine Anklage von Ben Geiben. Er soll als Täter, Mittäter oder Komplize der Attentate angeklagt werden …