Das Projekt eines nationalen Sportmuseums wird nicht in seiner aktuell geplanten Form umgesetzt. Dies kündigte Sportminister Georges Mischo am Freitagmittag nach einer Sitzung des Ministerrats an. Er habe dem Kabinett nach Absprache mit dem Finanzminister vorgeschlagen, das Projekt zurückzuziehen, sagte der CSV-Politiker im Gespräch mit „RTL“.
Damit zog der Minister die Konsequenzen aus den Diskussionen, die sein eigenes Vorgehen in diesem Dossier hervorgerufen hatten. Wie Reporter.lu Anfang der Woche berichtete, warf der Plan des Ministers zum Bau eines Sportmuseums auf dem früheren Industriegelände in Esch/Alzette „Rout Lëns“ mehrere kritische Fragen auf. Eine Vorab-Vereinbarung zwischen dem Sportminister und dem Immobilienkonzern „IKO“ des Unternehmers Éric Lux sowie öffentliche Äußerungen von Georges Mischo dazu ließen Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Projekts aufkommen.
Daraufhin hatte Finanzminister Gilles Roth (CSV) das Vorhaben seines Kabinetts- und Parteikollegen zunächst auf Eis gelegt, wie Reporter.lu am Mittwoch ebenso exklusiv berichtete. Wie sich herausstellte, waren der Finanzminister und der ganze Ministerrat offenbar nicht über alle Details des Projekts informiert worden. Zunächst hatte Georges Mischo am Mittwoch laut „RTL“ noch dementiert, dass das Museum gekippt wurde. Der Sportminister behauptete, dass das Projekt beim zuständigen „Comité d’Acquisition“ des Finanzministeriums lediglich „von der Tagesordnung genommen“ worden sei.
Georges Mischo sagte am Freitag gegenüber „RTL“, dass die Zurückziehung des Projekts durch die Diskussionen über „Prozeduren und so“ und die anhaltende „insécurité juridique“ begründet seien …
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