Im Fall des Betrugsfalls von 61 Millionen Euro bei der Caritas richten sich die Ermittlungen der Justiz auf den Verdacht eines sogenannten „Präsidentenbetrugs“. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. In der Pressemitteilung ist ausdrücklich vom Verdachtsfall einer Vorgehensweise die Rede, die gemeinhin als „fraude/arnaque au président“ bezeichnet werde.
Bei dieser Masche gibt sich der Betrüger per E-Mail oder über Telefon als Teil der Direktion oder einer sonst befugten Geschäftsleitung aus, um den betroffenen Mitarbeiter zu einer angeblich autorisierten Geldüberweisung zu bewegen. Dringend soll demnach Geld auf ein externes Bankkonto überwiesen werden, das sich oft im Ausland befindet. Der Betrüger kann die Person etwa dazu auffordern, sonst übliche Sicherheitsprozeduren zu ignorieren mit der Begründung, es gehe um eine außerordentliche Transaktion.
So beschreibt die Luxemburger Justiz in der Pressemitteilung das übliche Vorgehen dieser Betrugsmasche. Im Jahresbericht der Justiz für das Jahr 2023, der ebenso Anfang der Woche veröffentlicht wurde, werden für das vergangene Jahr landesweit elf Fälle von Präsidentenbetrug registriert. 2022 waren es vier Fälle, 2021 nur einer …
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