Auch in Zukunft werden im Großherzogtum keine Atomwaffen stationiert. Das sagte Premier Luc Frieden (CSV) am Dienstag im Parlament. Anlass war eine Grundsatzrede von Emmanuel Macron einen Tag zuvor. In dieser Rede hatte der französische Präsident die Erhöhung der Nuklearkapazitäten Frankreichs und einen Ausbau seines Atomschutzschirms angekündigt. Der Abgeordnete Marc Hansen (DP) richtete dazu eine parlamentarische Anfrage an die Regierung.
Luc Frieden erklärte, dass Emmanuel Macron die Regierung bereits bei seiner Visite in Luxemburg im vergangenen Oktober in großen Zügen über die sogenannte „Dissuasion avancée“, also den Ausbau des französischen Atomwaffenarsenals, informiert habe. Die konkrete Zusammenarbeit in diesem Bereich beschränke sich aber auf acht Staaten, zu denen das Großherzogtum nicht gehöre, so der Premierminister.
Das habe auch eine klare Ursache, denn anders als in vielen Partnerländern seien in Luxemburg bisher keine Nuklearwaffen stationiert. Das Großherzogtum habe sich dem stets verweigert, weil das auch mit sich bringen würde, dass der nationale Flughafen speziell ausgerüstet sein müsse für mit Atomwaffen bestückte Flugzeuge …
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