Der partielle Lockdown ist ein weiterer harter Schlag für die Kulturszene. Wieder bleiben die Theater- und Kinosäle zu, wieder werden Premieren und Aufführungen verschoben. Ein kleiner Trost: Das Kulturministerium hat zusätzliche Hilfszahlungen für die Betroffenen beschlossen.

Um die finanziellen Einbußen im Kultursektor abzufedern, greift die Regierung im Rahmen des Rettungspaketes „Neistart Lëtzebuerg“ dem Kultursektor mit rund eineinhalb Millionen Euro für das Jahr 2020 unter die Arme. Zusätzlich wurde am 3. April 2020 das Gesetz vom 19. Dezember 2014 zur Regelung der sozialen Maßnahmen für freie Künstler und Bühnenarbeiter („intermittents du spectacle“) per großherzoglicher Verordnung an die sanitäre Krise angepasst und erweitert. Es trat für die Monate März bis August 2020 in Kraft, setzte dann zwei Monate lang aus und wird nun erneut reaktiviert.

Das Gesetz von 2014 sieht vor, Künstlern mit Ausgleichszahlungen zumindest den qualifizierten Mindestlohn zu garantieren. Die Ausgleichszahlungen dürfen jedoch die Hälfte des Mindestlohnes pro Monat und pro Künstler nicht überschreiten. Angesichts der sanitären Krise sehen sich viele freischaffende Künstler jedoch mit oft monatelangem, beinahe komplettem Ausfall ihres Einkommens konfrontiert. Die Regierung will dem Rechnung tragen, indem eine zusätzliche Hilfszahlung angeboten wird …