Die Staatsanwaltschaft hat Details über den aktuellen Ermittlungsstand in der Caritas-Affäre bekanntgegeben. Im Zuge der Ermittlungen wurden demnach ganze 8.200 Banküberweisungen festgestellt, die über einen kurzen Zeitraum auf Konten quer über den Globus („dans une multitude d’États à travers le monde“) durchgeführt wurden.
Diese Vorgehensweise deute auf die Beteiligung einer kriminellen Vereinigung hin, so die Staatsanwaltschaft in einem Schreiben am Mittwoch. Laut der Justiz stützen diese Erkenntnisse die These eines „Präsidentenbetrugs“ („fraude au président“), die damit weiterhin im Fokus der Ermittlungen um die Betrugsaffäre bei der Caritas stehe.
Von einem „Präsidentenbetrug“ spricht man, wenn Täter sich gegenüber Mitarbeitern fälschlicherweise als Direktor oder Vorstand einer Firma oder Vereins ausgeben. Ziel ist es dabei, die Opfer dazu zu bringen, große Geldsummen aus dem Firmenvermögen an die Täter zu überweisen.
Die Staatsanwaltschaft teilt ebenfalls mit, dass bisher 15 Rechtshilfeersuche bei ausländischen Strafverfolgungsbehörden gestellt wurden. Der Erfolg der Ermittlungen hänge deshalb maßgeblich von der Mithilfe des Auslands ab, so die Justiz weiter …
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