Die Militärfahrzeuge, die Luxemburg für sein Bataillon mit Belgien anschaffen will, werden teurer als geplant. Bereits 2025 beliefen sich die Mehrkosten auf 162 Millionen Euro. Das Ministerium spricht von vorgezogenen Ausgaben.

Es ist der größte Rüstungsauftrag in der Geschichte der Luxemburger Armee. Als Verteidigungsministerin Yuriko Backes (DP) im Mai 2024 bekannt gab, dass die Streitkräfte den Kauf von 54 mittelschweren Gefechtsfahrzeugen planen, war schnell klar, dass dabei erhebliche Kosten entstehen würden. Allein für den Kauf der Militärfahrzeuge veranschlagte die Ministerin 2024 ein Budget von rund zwei Milliarden Euro bis 2030.

Eigentlich sollten die Kosten für das Projekt dabei erst 2026 im Budget Spuren hinterlassen. Doch eine rezente Analyse des Rechnungshofs zum Haushaltsjahr 2025 zeigt, dass bereits in dem Jahr das eigentlich vorgesehene Budget deutlich überschritten wurde.

2,6 Milliarden Euro Gesamtkosten

Initial waren im Haushalt 2025 rund 57 Millionen Euro für den Kauf der Militärfahrzeuge vorgesehen. Doch laut dem Bericht der „Cour des comptes“ lagen die Kosten vergangenes Jahr bei 219 Millionen Euro und damit 162 Millionen Euro höher, als ursprünglich im Haushalt eingeplant. Finanziert werden die Fahrzeuge über den sogenannten „Fonds d’équipement militaire“. Den rechtlichen Rahmen für den Kauf liefert wiederum ein Gesetz, das das Parlament im November 2024 verabschiedet hatte. Dieses Gesetz erlaubt es der Regierung, in einem Zeitraum von 30 Jahren bis zu 2,6 Milliarden in die Fahrzeuge zu investieren.

1,3 Milliarden Euro sollen dabei direkt in besagten Fonds fließen und zum eigentlichen Erwerb von 16 gepanzerten Truppentransportern des Typs „Griffon“ sowie 38 gepanzerten Aufklärungs- und Kampffahrzeugen des Typs „Jaguar“ dienen. Weitere 1,3 Milliarden Euro sind direkt für die Armee budgetiert. Sie sollen die Instandhaltung, die Ersatzteilversorgung und die logistische Unterstützung der Fahrzeuge über 30 Jahre sichern.

Der mehrjährige Haushalt für die Jahre 2026 bis 2029 schlüsselt dabei auf, wie sich die Ausgaben in den kommenden Jahren ursprünglich entwickeln sollten. Budgetiert sind die Kosten dort als Ausgaben für das belgisch-luxemburgische Bataillon …

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