Zuletzt war es ruhig geworden um die „Caritas-Affäre“, bei der vor zwei Jahren der Luxemburger Wohlfahrtsorganisation 61 Millionen Euro gestohlen wurden. In Rom wurde aber jetzt eine weitere Person festgenommen, die dabei eine Schlüsselrolle gespielt haben könnte. Das berichtete am Samstag zuerst das „Luxemburger Wort“ unter Berufung auf italienische Medien. Die Luxemburger Justiz bestätigte die Festnahme, die im Zuge eines europäischen Haftbefehls erfolgte, der von einem Luxemburger Untersuchungsrichter erlassen worden war.

Bei der festgenommenen Person handelt es sich den Medienberichten zufolge um eine 41-jährige Frau aus Turin, die eine wichtige Figur in einem internationalen Betrugs- und Geldwäschenetzwerk gewesen sein soll, das zwischen Luxemburg, Italien, Spanien und anderen Ländern agiert haben soll. Die Frau soll für die Gründung von Scheinfirmen und die Eröffnung von Bankkonten in Italien, Österreich, Schweden und Portugal verantwortlich gewesen sein, über die Teile der veruntreuten Caritas-Gelder verschoben worden sein sollen.

Zur Erinnerung: Mitte Juli 2024 hatte zuerst „Radio 100,7“ berichtet, dass von den Bankkonten der Luxemburger Caritas binnen weniger Monate rund 61 Millionen Euro auf Konten ins Ausland überwiesen wurden. Schnell rückte die damalige Finanzdirektorin in den Fokus …