„Im Moment sieht die Regierung keinen konkreten Grund, dass Aktivitäten vom Luxemburger Flughafen aus über den Sommer nicht gewährleistet werden könnten.“ Das antworten die Ministerin für Mobilität und öffentliche Bauten, Yuriko Backes (DP), sowie Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) auf eine parlamentarische Anfrage von Michel Lemaire (ADR). Der Abgeordnete hatte sich erkundigt, ob die Regierung angesichts eines möglichen Mangels an Kerosin aufgrund des Krieges im Iran noch davon ausgeht, dass dieses Jahr Reisende von Luxemburg aus in den Sommerurlaub fliegen können.
Derzeit sieht die Regierung ihrer Antwort zufolge noch keinen Grund zur Besorgnis. Die Situation sei aber volatil, weshalb sie von allen implizierten Akteuren beständig verfolgt werde, erklären die Minister. Die Regierung habe denn auch entschieden, eine Koordinationsgruppe ins Leben zu rufen, um im Fall von Engpässen beim Kerosin angemessene Maßnahmen ergreifen zu können und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
Bereits Mitte April hatte die Regierung auf eine andere parlamentarische Anfrage von Michel Lemaire hin erklärt, dass das Kerosinlager am Luxemburger Flughafen ein maximales Fassungsvermögen von 6.900 Kubikmetern habe, was bei normalem Flugbetrieb drei Tage Autonomie entspreche. Die Menge der Reserve variiere derzeit aber stark, sodass im Schnitt ungefähr 4.200 Kubikmeter Kerosin dort gelagert seien, was unter normalen Bedingungen etwa zwei Tage Autonomie gewährleiste. Im März sei aber bereits eine sogenannte „Notice to Airmen“ (NOTAM) an alle in Luxemburg tätigen Fluggesellschaften ergangen, mit der Anordnung, so wenig Kerosin wie möglich zu tanken …
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen!
