„Wir haben die Schwelle noch nicht erreicht, aber wir sind ganz nah dran.“ Das sagte am Mittwoch der Direktor des „Statec“, Tom Haas, im Interview bei „RTL“. Damit bezog er sich auf die hohe Inflation und die nächste Indextranche, die den Berechnungen der Statistikbehörde zufolge bis Ende Mai ausgelöst werden und dann im Juni zum Tragen kommen dürfte. Ob in den nächsten zwölf Monaten eine weitere Indextranche anfallen könnte, das sei laut Tom Haas schwer vorherzusagen. Die möglichen Szenarien, die das Statec in seinen neusten Prognosen aufstellt, decken denn auch eine sehr breite Spanne ab.
Im Basisszenario gehen die Statistiker davon aus, dass sich die Inflation 2026 bei 2,5 Prozent einpendeln und sich dann 2027 auf 1,7 Prozent belaufen wird. Diese Prognosen sind dem Statec zufolge jedoch aufgrund des Konflikts im Mittleren Osten „mit einer außergewöhnlich hohen Unsicherheit behaftet“. Die voraussichtliche Inflationsrate für das gesamte Jahr 2026 bewege sich daher zwischen 2,3 Prozent (im Falle einer raschen Deeskalation) und etwa 4,0 Prozent (im Falle einer Verlängerung des Konflikts). Zur Einordnung: Nach Beginn des Ukrainekriegs 2022 belief sich die Inflation phasenweise auf um die 7,0 Prozent …
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